Erinnerungen in Pergamin

Ein schöner Arbeitsplatz. Links ist mein betagter, aber Konica Minolta DiMAGE Scan Dual IV am Werk. Der Epson V750 Pro daneben schluckt alles, was größer ist als 24×36.

Alte Negativmappen durchzusehen, ist immer eine kleine Zeitreise.

Zu vielen der Ereignisse, die dort dokumentiert sind, bin ich nicht aus eigenem Antrieb oder Interesse gegangen, sondern für die Zeitung – jene, für die ich zur fraglichen Zeit gearbeitet habe. Als Redakteur, versteht sich. Allerdings gehörte Fotos zu machen zumindest in den ersten Jahren immer dazu. Und das war auch okay. Gelegentlich sind private Aufnahmen dazwischen. Oder Landschaftsbilder.

Manche der Termine habe ich komplett vergessen. Andere sind mir auch nach vier Jahrzehnten noch sehr präsent. Nicht unbedingt, weil sie besonders spektakulär gewesen wären. Überhaupt nicht. Eher sind es die Menschen, an die ich mich erinnere. Ganz normale, gewöhnliche Menschen. Auch wenn ich sie nur kurz und nie wieder danach getroffen habe. Sie gingen ihrer Arbeit nach. Oder einem Hobby. Auf jeden Fall gab es einen Anlass für eine Begegnung. Und einen Grund, sie nicht zu vergessen.

Wenn die Pergaminhüllen rascheln und der Scanner brummt und Negativ für Negativ in ein vorzeigbares Bild verwandelt, ist der perfekte Moment, darüber nachzudenken und die Gedanken auf die Reise gehen zu lassen.

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